MIES.miesian motion

Das Projekt:

Ich untersuche in meinen Arbeiten Ordnungen in der Beziehung von Mensch und architektonischem Raum. Ich bin Architektin, habe 2017 ein Kunststudium mit dem Schwerpunkt Fotografie und Medien abgeschlossen und stehe noch einmal ganz am Anfang meiner Karriere – als Künstlerin. Aus Fotografien und Videos sind bisher Collagen entstanden, die sich mit dem Raum an sich, einige auch mit Mies van der Rohe auseinandersetzen. Ich werde diese Arbeiten in einer neuen künstlerischen Schaffensphase weiterentwickeln, unabhängig von Zeit- und Kostendruck, also der teilweisen Rückkehr in meine alten Strukturen. Ich werde tiefer in die Welt der Architektur von Mies - den „Miesian Space“ - eintauchen und meine Arbeiten als animierte Bewegtbilder in die dritte Dimension bringen, indem ich mich für meine Collagen mit dem Thema 3D-Animation auseinandersetze. Am Anfang stehen Recherchereisen an seine Wirkungsstätten wie z.B. Chicago, Barcelona und Brünn, dort soll zweidimensionales Ausgangsmaterial in Form von Fotografien und Videos seiner Räume entstehen. Nach Einarbeitung in die Programme Cinema 4D und After Effects werde ich seiner Architektur und seinem Raumbegriff in einer experimentellen animierten Videocollage auf meine Weise die dritte Dimension zurückgeben.

Die Ausstellung:

Während der Arbeit an MIES.miesian motion entwickelten sich wie von selbst immer neue Ideen, beflügelt durch die fließenden Räumen von Mies van der Rohe, die Spiegelungen und das Licht seiner Architektur. So entstanden weitere Arbeiten, eine Serie von Glasbildern, ein Objekt und eine weitere Videoinstallation, die ich zusammen mit bereits existierenden Werken in meiner Ausstellung "itsallaboutMIES" im November und Dezember 2018 in der Galerie Januar e.V. zeigen werde.